Sport & Inklusion

Sport – Spielfeld für gelingende Inklusion

Es gibt so viele Wege wie Menschen. Das gilt ganz besonders auch für die Wege der Inklusion. Sport kann dabei ein besonders wirkstarker Weg in eine inklusive Gesellschaft sein. Vermag er es doch Menschen im jeweiligen sportlichen Kontext in unterschiedlichen Rollen zusammen zu führen und zu verbinden sowie gleichzeitig die Ressourcen des Einzelnen, die es für gelingende Inklusion im Sinne eines „wertschätzenden und verantwortlichen Miteinanders“ braucht, zu fördern und zu entwickeln. Ressourcen wie Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstwirksamkeit, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Verantwortung, Entscheidungsfähigkeit, Emotionserleben bzw. -kontrolle und vieles mehr. Der Sport ist für alle Teilnehmer eine emotionale Erlebnisbühne. Erfahren und gelernt wird über direktes, Emotion konnotiertes Erleben – die besten Voraussetzungen für erfolgreiches und nachhaltiges Lernen. Und wie wir meinen auch die besten Voraussetzungen für das Lernen von Inklusion.

Entscheidend sind dabei aber die Rahmenbedingungen, in welchen dieses emotionale Erleben stattfinden kann. Und diese Rahmenbedingungen müssen sich an den jeweiligen individuellen bzw. gruppenspezifischen Möglichkeiten und Fähigkeiten orientieren. Sie müssen passen bzw. besser, sie müssen „Passung“ ermöglichen. Sonst kann der Lernerfolg wiederum ein anderer, schlimmsten Falls sogar ein kontraproduktiver sein. Gelernt wird dann Nicht-Können und Nicht-Dazugehören, abgewertet und ausgeschlossen sein. Das gilt insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, die in ihrer Selbstwerdung unter besonderen Voraussetzungen diesbezüglich adäquat unterstützt werden müssen.