Washington – we are coming!

Ende des Jahres wurde Johanna Pramstaller nach einem langen Auswahlverfahren zur ersten österreichischen „Global messenger“-Athletin Österreichs bestellt. Die höchste Auszeichnung und Weiterbildung in der weltweiten „Special Olympics“-Bewegung und eine verantwortungsvolle Aufgabe. Am 18. April ist es nun soweit: Die junge Montafonerin Johanna Pramstaller fliegt mit ihrer Mentorin Kathrin Mayr nach Washington DC zur ersten Einheit einer insgesamt fünfjährigen Ausbildung. Wir wünschen Johanna und Kathrin alles Gute und haben aus gegebenem Anlass Johanna zu einem Interview gebeten.

IKADES: „Johanna, was ist das eigentlich ein „Global Messenger“?

Johanna: „Global messenger heißt weltweiter Botschafter. Ein Botschafter für den Sport und für die Athletinnen und Athleten von Special Olympics. Es ist die höchste Auszeichnung und Weiterbildung im Bereich der Athleten-Selbstvertretung und man wird von Seargant Shriver nominiert. Insgesamt 12 Sportler, sechs Herren und sechs Frauen, aus den Kontinenten. Für die nächsten fünf Jahre wurden die Länder Botswana, Thailand, Macao, Korea, Niederlande, Panama, Ägypten, New Hampshire, Nebraska, Virginia, Indonesien und Österreich ausgewählt. Am 18. April geht meine fünfjährige Ausbildung und Aufgabe in Washington DC los. Ich freue mich auf die Aufgaben und hoffe, dass ich viel lernen und mitnehmen kann.“

IKADES: „Du fliegst ja gemeinsam mit Deiner Mentorin Kathrin Mayr. Weißt Du schon, was Euch alles erwartet?

Johanna: „Ja und Nein. Ich weiß nur, dass wir in verschiedene Bereiche und Aufgaben eingelernt werden, aber in welche genau, weiß ich noch nicht. Ich lass mich überraschen, was auf mich zukommt. Es werden Ausflüge gemacht und ich habe einen Dolmetscher, worüber ich schon sehr froh bin. Ja und dann habe ich ja auch meine Mentorin Kathrin dabei, wir werden sicher eine tolle Woche haben. Natürlich freue ich mich auch besonders auf meine Kollegen aus den anderen Ländern. Ich werde Euch dann über alles berichten.“

IKADES: „Bekommt man als „Global messenger“ Unterstützung, damit man diese verantwortungsvolle Aufgabe gut ausüben kann?

Johanna: „Ja, wie gesagt, ich habe eine Mentorin, die mich begleitet und die mich auch schon gut kennt. Ich bekomme außerdem Unterstützung vom Verein IKADES, von Sportdirektor Heinrich Olsen, Patrick Fürnschuß und auch von den Trainern und Sportlern. Wenn ich Fragen oder Probleme habe, kann ich immer zu ihnen kommen. Alle sind sehr hilfsbereit und auch mein Chef von der Firma unterstützt mich, wo er kann mit freien Tagen und Urlauben. Unterstützung ist für mich sehr wichtig. Das bringt mich auch wieder nach oben, wenn mal etwas schwierig ist oder nicht so gut läuft. Wenn dann jemand da ist für einen, dann motiviert mich das und gibt mir wieder Selbstvertrauen. Und das versuche ich natürlich auch für andere zu machen und für sie da zu sein, wenn sie Unterstützung brauchen.“

IKADES: „Johanna, nach Washington geht es ja für Dich im Sommer nochmals nach Amerika. Mit vielen anderen nominierten IKADES-Sportlern fliegt ihr zu den World Summer Games nach Los Angeles. Was wünscht Du Dir für Los Angeles. Für Dich und die IKADES-Athletinnen und Athleten?

Johanna: „Ja, das ist schon unglaublich. Zwei Mal Amerika in einem Jahr. Den Sportlern wünsche ich eine schöne, tolle, erlebnisreiche Zeit in Los Angeles. Dass sie und auch die Unified-Partner* Vollgas geben, an die eigene Leistungsgrenze gehen und gute Platzierungen machen. Für mich hoffe ich auch auf eine schöne Zeit. Dann das erste Mal als „Global messenger“ und nicht als aktive Sportlerin. Ich hoffe auf viele Erfahrungen und dass ich trotz der viele Arbeit auch Zeit habe unsere Sportler anzufeuern und ihnen zuzuschauen. Das Wichtigste ist, dass wir am 4. August zwar müde, aber wieder gesund und unfallfrei und mit viel Stolz in Vorarlberg ankommen. VIEL VIEL GLÜCK UND ERFOLG IN LOS ANGELES !!!

IKADES: „Möchtest Du Deinen Sportkollegen von IKADES noch etwas sagen?

Johanna: „Ich wünsche mir, dass wir uns als starkes Team präsentieren, dass wir uns gegenseitig unterstützen und motivieren, bei Sieg und bei Niederlagen zusammen halten. Dass wir alle an einem Strang ziehen und jeder seinen Beitrag leistet. IKADES heißt „Ich kann das“. Wir alle können aber nur, wenn wir als Team gehen. Wir werden als Team nur anerkannt, wenn wir einen gemeinsamen Weg gehen. Dafür möchte ich da sein. Ich werde mindestens einmal im Monat im IKADES-Büro am Garnmarkt in Götzis für Eure Wünsche, Ideen und Anregungen da sein. Nutzt diese Chance und kommt bitte vorbei. Wir können es nur zusammen schaffen. Auf Euer Kommen freue ich mich! Ja und noch etwas: Wenn man zum Beispiel vor dem Start nervös ist, dann ist es wichtig, dass man sich zurückzieht und konzentriert. Das ist kein Fehler, glaubt mir. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß und Erfolg im Sport. Bald werde ich Euch von Washington erzählen und für unser nächstes Sportler-Treffen bekommt ihr ein Email. Bis bald und alles Gute!


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